19.10.2016

Das Handelsblatt berichtet über Umrüstung im Schneckentempo:

"Volkswagen hat bisher nur einen Bruchteil der in Deutschland vom Dieselskandal betroffenen Autos umgerüstet. Das geht aus einer dem Handelsblatt vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

 

Demnach wurden von den 2.555.880 manipulierten Diesel-Fahrzeugen mit 2,0-, 1,6- und 1,2-Liter-Varianten des EA-189-Motors bisher rund 240.000 Pkw umgerüstet. Das entspricht einer Quote von knapp zehn Prozent." vollständigen Artikel lesen

 

Wir meinen: schön, dass jemand das Thema aufgreift. Wir gehen in unseren Fragen an VW davon aus, dass die Umrüstung bei aktuellem Tempo bis mindestens 2025 dauert. Das scheint VW nun doch in Angriff nehmen zu wollen und spricht jetzt von kompletter Umrüstung bis Ende 2017. Wir sind gespannt.

 

Weiterhin unbeantwortet bleibt die Frage, was mit den Fahrzeugen geschehen soll, die nicht freiwillig in die Werkstatt gebracht werden. Derzeit scheinen das um die 50% zu sein. Der Drohbrief (mehr dazu im Focus vom 14.10.) der letzten Woche von VW an seine Kunden ist hier hoffentlich nicht die Antwort.

18.10.2016

Claudia Langer im Interview mit Deutschlandradio Kultur

 

Im Interview mit Deutschlandradio Kultur spricht Claudia Langer über den doppelten Verrat, den VW an seiner Kundschaft begangen hat, über die Dreistigkeit in der Bewertung des entstandenen Schadens, und warum es nach 12 Monaten geduldigen und vergeblichen Wartens auf eine akzeptable Lösung durch VW allerhöchste Zeit ist für einen Aufstand der Verbraucher:

 

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/10/17/unterschriftenaktion_verkehrte_werte_aufstand_der_drk_20161017_1739_dbb313cb.mp3

17.10.2016

Der Focus berichtet über das jüngste Schreiben von VW:

"In neuen Rückrufschreiben behauptet Volkswagen, Dieselfahrzeuge würden ohne das Software-Update keine TÜV-Plakette mehr bekommen. Das ist allerdings falsch. Experten raten VW-Besitzern, den Rückruf zu verweigern - auch wegen möglicher Folgeschäden" vollständigen Artikel lesen

 

Wir meinen: geht schon wieder gar nicht. VW stellt Behauptungen auf, die nicht haltbar sind. Der TÜV wundert sich darüber - und wir uns ebenso. Vertrauen zurückgewinnen durch Androhung von Maßnahmen durch den TÜV, für die der TÜV gar nicht zuständig ist? Abgesehen davon: wie sollte ein VW Diesel auf dem Teststand durchfallen? Soweit bekannt, gleicht das Software-Update den Fahrzustand dem Testzustand an. Es ist also zu erwarten, dass der EA 189 Motor bei der AU weiterhin perfekte Werte liefern wird.