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BRIEF AN DEN VW-VORSTAND

 

 

Sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrter Herr Stackmann,

 

ich bin VW Kunde und besitze ein Fahrzeug mit einem Diesel-Motor, der verkehrte Werte hat.

Ich habe meine Kaufentscheidung für dieses Auto bewusst getroffen und die ausgelobte Umweltfreundlichkeit war ein zentraler Kaufgrund.

 

Seit einem Jahr weiß ich, dass ich in Wirklichkeit mit einem „dreckigen“ Auto unterwegs bin – und fühle mich schlecht dabei.

 

Schockierend finde ich, wie sich die VW Führung seit Bekanntwerden des Diesel-Skandals verhält. Als KäuferIn, die einen nicht unerheblichen Betrag für einen VW investiert hat, fühle ich mich von VW betrogen und im Stich gelassen, denn Sie sagten, dass Sie das Vertrauen der Kunden wiedergewinnen wollen, und im Laufe des Jahres 2016 alle Probleme beseitigen würden.

 

Passiert ist seither so gut wie nichts. Über 90% der Fahrzeuge warten noch auf ein Update. Und statt gutem Krisenmanagement erleben wir ein Abtauchen und Aussitzen.

 

 

  • Es gibt viele Gerüchte und brennende Fragen, auf die wir keine Antworten finden, und niemand aus der Konzernspitze äußert sich dazu.

  • Wir leben im digitalen Kommunikationszeitalter, aber der VW Vorstand kommuniziert nicht.

  • Wir wissen nicht, wie Sie mit der Schadensbehebung vorankommen und vor allem wissen wir nicht, welche Auswirkungen das auf uns hat.

  • Transparenz? Kundenbindung? Vertrauen gewinnen?
  • Das alles ist für mich als VW BesitzerIn derzeit nicht zu spüren.

 

 

Ich habe jetzt 12 Monate still gehalten und gewartet, dass Sie die Situation regeln. Jetzt ist es genug! Mein Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht.

 

 

 

 

Im Moment steht VW für Verkehrte Werte, in vielfacher Weise:

 

 

  • Wo übernehmen Sie Verantwortung, für die Luftverschmutzung, die weiterhin durch Ihre und unsere Autos entsteht, und jährlich Tausende von vorzeitigen Toten alleine in Deutschland und viele Hunderttausende rund um die Welt fordert?

  • Sie waren schnell mit einer Lösung zur Hand, als die Situation in den USA brenzlig wurde und haben die Käufer dort für Ihren Wertverlust entschädigt. In Deutschland aber bestreiten Sie einen Wertverlust, obwohl Ihre eigene Leasingtochter hohe Wertverluste an Leasingfahrzeugen realisiert und dafür Rückstellungen bildet.

  • Sie argumentieren mit der Bedrohung von Arbeitsplätzen, um Konsequenzen zu vermeiden, statt die Probleme Ihrer Kunden zu lösen.

 

 

Das kann und will ich nicht hinnehmen!

 

Ich erwarte umgehend verbindliche Antworten auf folgende Fragen:

 

 

 

  1. Gibt es einen festen Termin, bis zu dem alle Fahrzeuge umgerüstet sein müssen?
    Bis zu welchem Zeitpunkt sollen alle Fahrzeuge mit EA 189 Motor abschliessend aktualisiert werden?Kann es sein, dass bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Umrüstung die meisten Fahrzeuge bereits aus Altersgründen schon außer Betrieb sind, bevor das Update vorgenommen wird?

  2. Wie wird das Update konkret  Leistung, Co2-Ausstoß und Langlebigkeit der Motoren verändern?
    Da die VW Konzernführung keinerlei proaktive Kommunikation betreibt, sind wir Kunden im Moment auf Gerüchte und Medienberichte angewiesen. Diese besagen unter anderem, dass das Update die Leistung unserer Autos absenkt, Motoren ruckeln, ein Update zum Update nötig werden kann, die NOx-Werte nicht ausreichend sinken, der CO2-Asusstoß steigt, und noch so manches mehr.

    Was uns im Moment allerdings am meisten Sorgen macht und einen weiteren Vermögensschaden bedeuten würde, ist die Frage, ob das Update die Lebensdauer der Motoren unserer VWs verkürzt.
    Wie genau werden also die Konsequenzen aussehen?

  3. Sind Stickoxide ein Umweltgift?
    Welche gesundheitlichen Folgen ergeben sich hieraus?
    Während die Wissenschaft immer wieder die erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen der Stickoxide beweist und die WHO von einer gesundheitlichen Notlage durch Smog warnt, bestreitet VW derzeit, dass es einen Zusammenhang zwischen dem erheblich erhöhten Stickoxid-Ausstoß der EA 189 Baureihe und den Beschwerden vieler Tausend Asthmatiker und anderen Krankheits- und Todesfolgen gibt – diese seien nicht direkt nachweisbar.

    Welche gesundheitliche Problematik von Stickoxiden ist VW bereit anzuerkennen?

  4. Warum werden US-Kunden für einen Wertverlust entschädigt, der bei europäischen Kunden angeblich nicht eintritt?
    Und warum bildet die VW Tochter VW Financial Services AG Rücklagen, um einen hohen Wertverlust bei 1,2 Millionen VW Fahrzeugen abzusichern, die sich „derzeit nur mit erheblichen Preisnachlässen“ weiterverkaufen lassen? (wiwo 21.7.2016)

    US Kunden sind inzwischen entschädigt worden, weil die Fahrzeuge einen realen Wertverlust, sowohl durch den entstandenen Image-Schaden, als auch durch die technischen Unwägbarkeiten aufweisen. Dieser Wertverlust ist auch in Europa nachweisbar, der zu erwartende Kauferlös bei EA 189 Dieseln ist  seit Bekanntwerden des Diesel-Skandals im September 2015 deutlich gesunken.

    Wie will die VW Führung europäischen Kunden diese Ungleichbehandlung erklären, und: Ist das der richtige Schritt, wenn man uns gleichzeitig versprochen hat, alles dafür zu tun, unser Vertrauen wieder zu gewinnen? Darum sehr deutlich nachgefragt: Wird es Ausgleichszahlungen für den erlittenen Wertverlust geben, unabhängig von der Nationalität des Fahrzeugbesitzers?

  5. Was passiert mit Fahrzeugen, die nicht aktualisiert werden, weil der Besitzer dies nicht wünscht oder eine Reduzierung der Leistung oder Lebenszeit befürchtet?
    Wird diese Verweigerung ans Kraftfahrtbundesamt gemeldet? Erlischt damit die Betriebserlaubnis, d.h. werden die Autos dann zwangsweise stillgelegt? Hierzu gibt es in der Presse unterschiedliche Aussagen.

    Wenn ja: Wie lange ist die Frist für das Update nach Aufforderung, eine Werkstatt zu besuchen? Kann VW damit leben, wenn eine große Zahl der manipulierten Fahrzeuge nicht modernisiert wird und somit dauerhaft erheblich erhöhten Stickoxid-Ausstoß hat?

  6. Mehr Kommunikation auf breiter Basis?
    Wie kann es sein in Zeiten der sozialen Netzwerke und der hochprofessionellen Kundenkommunikationsmittel, die das Internet bietet, dass VW eine derart stümperhafte Kommunikation mit verunsicherten Kunden betreibt? Warum hat sich der Vorstand selbst noch nicht an uns gewandt, um seine Haltung zu dem Thema und konkrete Lösungen darzustellen und uns aktuell über den Fortschritt der Ereignisse zu informieren?
    VW lässt hier seine Händler, die mit ihren frustrierten Kunden konfrontiert sind, ebenso glatt im Regen stehen, wie uns Autobesitzer, die wir ebenfalls Investoren, Stakeholder und vor allem Markenbotschafter sind, oder sein könnten.

  7. Nach einem Jahr des geduldigen Wartens auf Antworten: Wie konkret wollen Sie unser Vertrauen wieder gewinnen, wenn sich der Eindruck aufdrängt, dass die Konzernführung gerade versucht, das Problem auszusitzen?

 

 

 

Ich bitte Sie ernsthaft darum, mein Anliegen und meine Fragen ernst zu nehmen und sich mit mir in Verbindung zu setzen.

 

Ich warte ungeduldig auf ein Zeichen, dass die VW-Konzernspitze Verantwortung übernimmt und tatsächlich mein Vertrauen zurückgewinnen will.

 

Was mich betrifft, so habe ich zwei Ziele:

  1. Ich möchte entweder mein Auto zurückgeben oder eine Entschädigung für den entstandenen Verlust erhalten.
  2. Ich möchte umgehend eine Behebung des Emissions-Problems auf breiter Front und mich nicht länger dafür schämen müssen, einen VW zu fahren.

 

 

Eine echte Lösung ist das Mindeste, was ich von Ihnen erwarten kann, weil Sie mir vorsätzlich ein Produkt verkauft haben, das sich fundamental in seinen Produkteigenschaften von den versprochenen unterscheidet.

 

Ich kann wirklich nicht verstehen, wie Sie in Deutschland mit uns VW Besitzern umgehen.

 

Wir sind Ihre Stakeholder, wir sind die, die in Ihre Produkte investieren und wir sind im positiven und negativen Sinne Ihre Markenbotschafter.

 

 

Mit freundlichen Grüßen und in Vorfreude auf eine detaillierte und rasche Antwort

 

 

 

 

VW BesitzerIn

 

 

 

 

 

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